Angeln/Saisonzeiten

Arten

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Hecht

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Eis

Eis

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Barsch

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Aal

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Binnenlachs

Saibling

Eis

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Seeforelle

Eis

Eis

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Schonzeit

Schonzeit

Schonzeit

Angeln am Östra-Silen in der Nähe von Årjäng in Värmland

Im Gegensatz zu vielen deutschen Gewässern, die eher als flacher zu bezeichnen sind, gibt es in dieser Region viele Seen, die die letzte Eiszeit tief in den Fels gegraben hat. Das bedeutet für den Angler, dass er nicht nur die üblichen Geräte für das Werfen an Untiefen oder Flachzonen im Gepäck haben sollte, sondern auch für das Schleppfischen im Freiwasser gewappnet sein muss. Besonders in der wärmeren Zeit des Jahres ist das Fischen mitten auf den Gewässern, teilweise über 50 Meter bis zum Grund, sehr erfolgreich. Hier hält sich in dieser Periode des Jahres die kleine Maräne auf, der bevorzugte Futterfisch des Hechtes im Sommer. Es ist zugegebener Weise etwas gewöhnungsbedürftig, über so tiefem Wasser ohne Deckung für den Fisch oder Scharkanten zu angeln, aber testen Sie es selbst, der Erfolg wird Ihnen recht geben. Sie sollten aber unbedingt berücksichtigen, dass die Angelzeiten den Gegebenheiten angepasst werden müssen. Es ist annähernd sinnlos, im Juli bei 30 Grad im Schatten, mittags um 12.00 Uhr einen Hechtbiss zu erwarten. Starten Sie um 19.00 Uhr und fischen Sie bis in die Nacht hinein. Es wird zu dieser Jahreszeit gar nicht richtig dunkel, so dass Sie den „Abendsprung“ mit dem „Morgensprung“ verbinden können. Spät am Abend kommt die kleine Maräne an die Oberfläche um Insekten zu fressen, erst dann beginnt die heiße Phase auf den Hecht. Der Östra-Silen hat, bedingt durch einen hohen Eisenanteil, ein etwas rötliches Wasser (rostig). Die mit Abstand besten Farben sind: Silber, Silber-Blau oder nur Blau. „Verkaufsfarben“ wie Fire-Tiger, Orange oder ein grelles Rot, können Sie in der heimischen Kiste belassen. So etwas funktioniert hier nur direkt nach der Laichzeit, wenn die Hechte noch sehr dicht beieinander stehen und aggressiv reagieren.

Östra-Silen bei Gyltenäs - Haus Anita und Haus Jan

Was sollten Sie für einen Angelurlaub in Värmland im Gepäck haben? Grundsätzlich, sollten Sie ein Allrounder sein, ist Folgendes möglich:

Das Spinnfischen von Land ist natürlich möglich, allerdings nicht überall. Die Gewässer Värmlands sind ursprünglich und naturbelassen. Die Ufer sind zumeist stark bewachsen und viele Steine, abgestorbene Bäume und Wurzelwerk säumen die Kanten. Das bedeutet für Sie, dass Sie zum Einen "gut zu Fuß" sein müssen, also klettern ist angesagt. Zum Anderen kann nicht alles an Material angewendet werden. Nutzen Sie Ruten bis max. 2,50m, sonst hängen Sie andauernd in den Sträuchern und Bäumen fest. Fischen im Uferbereich ist nur im Frühjahr sinnvoll, wenn der Hecht nach dem Laichen noch an den Kanten steht. Später, wenn sich das Wasser erwärmt hat, verlassen speziell Großhechte diesen Bereich, um im Freiwasser auf die Maränenjagd zu gehen. Angeln Sie hier mit Blinker um 35gr, Jerkbaits bis max. 15cm schwimmend oder schwebend), Spinner XXL oder mit leichten Gummiködern. Da der Fisch dicht gedrängt am Ufer steht, auch gern einmal etwas buntes, agressives anbieten.

Das Spinnfischen vom Boot ergibt besonders dann einen Sinn, wenn sich der Fisch vom Ufer zurück gezogen hat. Jetzt sucht er häufig Unterwasserberge oder Scharkanten auf. Hier ist das Wasser kühler und die Aussicht auf einen Jagderfolg deutlich größer. Im See finden sich viele, angelegte Barschberge, die besonders dem Futterfisch Deckung bieten. Natürlich wissen Hecht und Barsch das und wenn der Tisch so reich gedeckt ist, halten sich viele Räuber dort auf. Nutzen Sie hier Ruten von 2,10m bis max. 3,00m, das spielt vom Boot aus keine so große Rolle und ist mehr Geschmackssache. An den Untiefen sieht das Fischen ein wenig anders aus. Gummifische mit schwereren Köpfen, Wobbler (Tauchtiefe 3,00m bis 5,00m), schwere Blinker oder sinkende Jerkbaits sind angesagt. Der Barsch ist nicht so wählerisch. Haben Sie kleine Blinker, Jiggs, Spinner aber auch einen Wurm oder den lebenden Köderfisch dabei.

Die vielleicht wichtigste Art des Fischens in den großen Gewässern Värmlands ist sicher das Schleppangeln (Trolling). Das kann man mit Hilfe sogenannter Downrigger oder Planerboards machen, funktioniert aber auch mit normalem Gerät. Jedes Boot, das zu den Häusern gehört, aber auch alle Leihboote, verfügen über Rutenhalter, so dass die Rute nicht andauernd in der Hand gehalten werden muss. Im Freiwasser jagen die Räuber vorzugsweise die kleine Maräne, die es in den Seen millionenfach gibt. Diese kleine Fischart wird nicht viel größer als 15cm und ist sieht so ähnlich aus wie ein Ukelei (Schneider). Wegen dieser silbrigen Färbung empfiehlt es sich mit Ködern zu fischen, die eine natürliche Färbung haben. Chrome, Silber oder bläuliche Farben sind angesagt. Je nach Jahreszeit, bzw. Wassertemperatur, angelt man in Tiefen zwischen 2,5m und über 10,0m. Im See bilden sich Sprungschichten, die von den Räubern aufgesucht werden. Merke: Je wärmer oder heller, desto tiefer.

Angeln mit Naturködern. Das Posenfischen hat sehr wohl seine Daseinsberechtigung. Oft genug, besonders bei nicht optimalen Verhältnissen, ist der lebende Köderfisch nicht zu toppen! Man kann dazu unterschiedlicher Meinung sein, ob es richtig oder falsch, waidgerecht oder tradionell, Quälerei oder einfach nur eine weitere Art des Fischens ist. Fakt ist, in Schweden ist das Angeln mit lebendem Köderfisch nur beim Eisangeln verboten. Wer es also versuchen will, es ist legal. Außerdem gibt's ja auch noch den Wurm oder die Made. Värmlands Gewässer haben noch immer einen recht guten Aalbestand und das Fischen auf Barsch oder unterschiedlichen Weißfischen (Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien etc.) macht ja auch eine Menge Spaß. Was braucht man? Längere Ruten, Posen mit unterschiedlichen Tragkräften, Bleie, Vorfächer und natürlich Köder (Tauwurm, Mistwurm, Maden). Ein wenig Lockfutter hilft selbstverständlich auch.

Eisfischen. Nicht jedermanns Sache, anstrengend aber ein Spaßgarant. Wer einmal 20 Löcher in 60cm Eis gebohrt hat, versteht was ich meine. Eine ungewohnte Bewegung, die meistens zu einem nie für möglich gehaltenen Muskelkater führt. Der Zielfisch ist eigentlich der Barsch, der sich durchs Eis leicht fangen lässt. Aber auch Hecht, mit toten Köderfischen, ist möglich. Ich persönlich mache das nicht, da im März, die Hechte schon in der Laichvorbereitung sind und das sollen Sie auch in Ruhe durchleben dürfen. Was braucht man? Einen Eisbohrer (15-20cm Durchmesser), eine kurze Rute (50-70cm), Minipilks, Vertikalzocker oder eine Laufposenmontage für das Angeln mit natürlichen Ködern. Wo fische ich? Am Einfachsten in dem Sie schauen wo sich die Einheimischen rumtreiben. Sonst vor den breiten Schilfgürteln. Den Abstand dazu findet man heraus, in dem man solange Löcher in verschiedenen Abständen bohrt, bis man den Fisch gefunden hat.

Sie sind sich nicht sicher, wann Sie für welche Fischart zu uns kommen sollten? Die unten stehende Tabelle hilft Ihnen ein wenig bei einer Entscheidung.

Beste Wertung 4 Sterne, schlechteste Wertung 1 Stern. Natårlich können sich bei extremen Wittererungsbedingungen die Saisonzeiten bis zu 3 Wochen verschieben. Wie schon einmal gesagt, der Frühling fängt nicht im April an, sondern erst wenn es warm wird!!!